Die Grabarten Erdgräber Bei Erdgräbern unterscheidet man zwischen einem Reihengrab und einer Grabstätte.  Bei einem Reihen- grab beträgt die Ruhefrist mindestens 25 Jahre in der Städteregion Aachen. Nach Ablauf dieser Frist wird das Grab eingeebnet und es besteht keine Möglichkeit, es aufrecht zu erhalten bzw. zu verlängern. Es ist in der Städteregion Aachen (Ausnahme: Roetgen/Stolberg, Stand 2012) nur eine Beisetzung pro Reihen- grab möglich. Eine Grabstätte hingegen kann für die Dauer der Ruhefrist und darüber hinaus gemietet werden. Dieses ermöglicht den Angehörigen, die Ruhefrist von 25 Jahren zu verlängern und die Grabstätte langfristig zu erhalten oder daraus ein  Familiengrab entstehen  zu lassen. Dies ist eine häufige Variante bei Ehepart-   nern, wenn diese zusammen in einer Grabstätte beigesetzt werden möchten.  Bei einem Einzelwahlgrab besteht die Möglichkeit der Doppelbeisetzung. Will heißen, dass eine Erd- sowie eine spätere Urnenbei- setzung in einem Grab gestattet sind. Kommt eine Einäscherung für den Hinterbliebenen nicht in Frage, so kann auch eine Doppelgrabstätte erworben werden. Dort sind zwei Erd- sowie zwei Urnenbeisetzung möglich.  Urnengräber Auch bei den Urnengräbern unterscheidet man zwischen Reihen- und Grabstätten. Rein optisch sind sie kaum zu unterscheiden.  Bei einem Urnenreihengrab ist nur eine Beisetzung  zugelassen.  Die Ruhefrist beträgt in der Städteregion Aachen 20 Jahre. In einer Grabstätte hingegen finden bis zu vier Urnen Platz (abhängig von der jeweiligen  Friedhofssatzung).  Hierbei kann  die Ruhefrist über die üblichen 20 Jahre hinaus verlängert werden.  Somit ist gewährleistet, dass z. B. Ehepartner zusammen  beigesetzt werden können.Vorrausetzung ist natürlich, dass für beide eine Einäscherung in Betracht gezogen werden kann. Rasenreihengräber (ugs. „amerikanisch“) Bei den Rasenreihengräbern sind die Auflagen für Erd- und Urnenbeisetzungen nahezu gleich. Der Sarg bzw. die Urne wird auf  einer  Rasenfläche beigesetzt.  Es entsteht jedoch kein klassisches Grab, wie wir es kennen.  Das  eigentliche Grab wird wieder mit Rasen eingesät,  die Grabpflege übernimmt der Fried- hof. Es wird eine Steinplatte  (ca. 50 cm x 60 cm), die mit den Daten des Verstorbenen versehen werden kann, im Boden eingelassen und somit  das Grab gekennzeichnet.  Die Art der Bestattung wird auch um- gangssprachlich  „amerikanisch“ genannt.  Es ist nicht gestattet,  Blumen oder Kerzen auf dem Grab nie- derzulegen. Dafür ist eine gesonderte Stelle in unmittelbarer  Nähe des  Grabfeldes vorgesehen. Für die- se Grabart entscheiden sich meist die Angehörigen, die eine geringe Grabpflege bevorzugen, die jedoch eine Anlaufstelle haben möchten. Baumgräber Eine Baumbestattung in  Aachen kann ebenfalls  erst nach einer  Einäscherung erfolgen. Hierfür ist auf dem Waldfriedhof  Aachen eine gesonderte Stelle vorgesehen.  Die Urne wird unmittelbar  unter einem Baum beigesetzt. Es ist keine Grabkennzeichnung (Grabkreuz, Grabstein) gestattet. Ebenfalls entsteht kein Grab im klassischen Sinne. Jedoch befindet sich in unmittelbarer Nähe der Baumgräber eine kleine Gedenkstelle, an der Blumen und Kerzen für  die dort Beigesetzten niedergelegt werden können. Anonyme Gräber Eine anonyme Beerdigung kann sowohl mit einem Sarg als auch mit einer Urne erfolgen. Hierbei wird, wie bei der amerikanischen Beisetzung, der Sarg oder die Aschekapsel auf einer freien Grünfläche bei- gesetzt,  jedoch ohne jegliche Kennzeichnung.  Im Anschluss wird die Beisetzungsstelle wieder mit Gras eingesät. Von außen ist kein Grab zu erkennen, die Grabpflege übernimmt auch hier der Friedhof. Die Grabeskirche In der Grabeskirche Aachen,  ehemals „Josefskirche“, entstanden mehrere Stelen, in denen die Urnen in einem Steinquader zu stehen kommen. Die Ruhefrist beträgt auch hier 20 Jahre. Eine Grabpflege ist nicht von Nöten. Die Marienkapelle steht bei Beerdigung für Exequien bereit.                                                                     Nähere Informationen erhalten Sie bei uns oder direkt unter www.grabeskirche-aachen.de Verstreuung der Asche im Ausland Wenn die Angehörigen eine Verstreuung in Betracht ziehen möchten, oder der Verstorbene hat dieses ge- äußert, so muss eine handschriftliche  Willenserklärung des  Verstorbenen vorliegen,  die er zu Lebzeiten verfasste, um diese Beisetzungsart in Deutschland durchführen zu können. Ist dieses Schreiben nicht vor- handen,  ist eine solche Beerdigung  hierzulande nicht gestattet.  Eine Alternative bieten hier die Nieder- lande.  Hier erfolgt die Verstreuung nach der Kremierung in Holland,  die mit oder ohne Angehörigen erfol- gen kann. Möchten die Angehörigen  bei der Beisetzung nicht anwesend sein, so ist sogar eine kostenfrei Seebestattung in den Niederlanden möglich. Hinzu kommt, dass diese Beerdigung die preisgünstigste Art der Bestattung ist. Der FriedWald Der  FriedWald®  ist eine Möglichkeit für  Naturfreunde.  Voraussetzung ist eine Einäscherung.  Hier wird die Urne zum Beispiel unter einem Baum oder auf einer Wiese beigesetzt. Alles Weitere finden Sie unter www.friedwald.de Gerne beantworten wir Ihnen hierzu Ihre Fragen, auch in einem unverbindlichen per- sönlichen Beratungsgespräch.
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